rororo, 1. Auflage Mai 2009
Taschenbuch, 240 Seiten
€ 8,95 [D]
ISBN: 978-3-499-24982-2

Genre: Belletristik



Klappentext:

Was ich dir noch sagen will …

Nach einem heftigen Streit verschwindet Claras Freund ohne ein Wort. Kurz darauf erfährt sie, dass Ben auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Dabei hatte er ihr erst vor wenigen Wochen einen Heiratsantrag gemacht! Clara ist am Boden zerstört. Wie soll sie allein weiterleben? Erst als sie vor Sehnsucht beginnt, Ben täglich eine SMS zu schreiben, findet sie allmählich wieder Halt.

Doch was Clara nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Die Nachrichten landen bei Sven, und sie berühren den jungen Journalisten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht …



Rezension:

Wie viele andere Bücher in den letzten Jahren beschäftigt sich auch SMS für dich mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Cramer bindet dieses Thema geschickt ins aktuelle Zeitalter ein, die Idee des SMS-Schreibens erinnert zwar ein wenig an „E-Mail für dich“, ist aber als solche recht neu.

Die Geschichte, die in Hamburg und Lübeck spielt, wird abwechselnd aus der Sicht Claras und Svens erzählt. Neben den Protagonisten gibt es viele weitere liebenswerte Charaktere, so zum Beispiel Svens Kollegin, die schrecklich neugierig und nicht ganz unschuldig daran ist, dass Sven sich schließlich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht. Oder Claras beste Freundin, die nichts unversucht lässt, um Clara wieder zurück ins Leben zu führen.
Bei der Gestaltung ihrer Charaktere hat sich Cramer sehr viel Mühe gegeben. Sympathisch und unaufdringlich, als Leser verfolgt man ihre Geschichte gern mit, ohne sich dabei zu langweilen. Das wiegt die teilweise etwas farblose Erzählweise wieder auf und macht das Buch trotz einiger Längen durchaus lesenswert.

Wie schon das Cover, lässt auch der Inhalt stark an „PS: Ich liebe dich“ erinnern, nur aus der anderen Perspektive. Es sind viele Gemeinsamkeiten erkennbar, wie zum Beispiel dass die weibliche Protagonistin wieder mit dem Malen anfängt und sich mit der Eröffnung einer eigenen Ausstellung einen langen Lebenstraum erfüllt. Trotz dieser Gemeinsamkeiten ist Cramers Debüt nicht mit Aherns Romanen vergleichbar.

Leicht zu lesen und unterhaltsam, aber leider auch sehr vorhersehbar. Außerdem erhält man leicht den Eindruck, als wolle die Autorin ihren männlichen Protagonisten besonders cool gestalten. Insgesamt jedoch ein Buch, das Spaß macht und langweilige Stunden auflockert.



Fazit:

Eine schöne, aber vorhersehbare Geschichte ohne sprachliche Raffinessen, für Fans der leichten Kost und zum entspannten Lesen zwischendurch. Wer Cecilia Ahern und Anna McPartlin mag, den wird auch SMS für dich ansprechen.



Wertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5

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