Fischer Schatzinsel, 1. Auflage April 2008
Originaltitel: Bad Blood
Aus dem Englischen von Anna Julia Strüh und Christine Strüh
HC mit SU, 400 Seiten
€ 15,90 [D] | € 16,40 [A] | SFR 28,90 (UVP)
ISBN: 978-3-596-85297-0
Leseprobe

Genre: Horror / Jugendliteratur



Klappentext:

Wenn dir dein Name zum Verhängnis wird …

Ein altes englisches Landhaus. Ein geheimes Spielzimmer. Spuren mysteriöser Opferrituale und dreißig Puppen, denen die Augen herausgeschnitten wurden. Als John, Katherine, Catriona und Roland im Haus ihrer verstorbenen (Stief)Mutter ankommen, machen sie eine entsetzliche Entdeckung nach der anderen.

Umschlagtext:

Eine verborgene Tür führt in ein geheimes Spielzimmer. Dort liegt ein Stapel alter Kinderbücher, aus denen die Namen einzelner Charaktere herausgestrichen sind. Vor vielen Jahren haben sich hier drei Mädchen ein düsteres Spiel ausgedacht. Was sie spielten, wurde real, doch dann geriet das Spiel außer Kontrolle. Die Mädchen verließen den Ort ihrer Kindheit und versuchten, das Spiel zu vergessen.
Doch die aus der Phantasie befreiten Kreaturen blieben am Leben. Tief im Wald warten sie noch immer auf längst fällige Opfergaben, und sie rasen vor Wut. John, Katherine, Catriona und Roland sind die Einzigen, die das Spiel beenden können, und treten das gefährliche Erbe der Mädchen an. Doch sie werden zu hilflosen Spielfiguren …



Rezension:

Der Blick im Buchladen schweift über die Regale und bleibt an einem blutroten, mit schwarzen Dornenranken versehenen Buchrücken haften. Böses Blut lockt bereits mit seiner äußeren Gestaltung und macht neugierig auf den Inhalt. Und auch der Klappentext verspricht ein Gruselvergnügen der ganz besonderen Art.

Zwei Geschwisterpaare, die ungleicher nicht sein könnten, werden durch die Heirat ihrer Eltern zu einem Geschwisterquartett, bei dem vorherzusehen ist, dass es jede Menge Ärger geben würde. Vor allem die beiden Mädchen, Cat und Kat, haben sich ständig in den Haaren – das geht schon beim Namen los. Jeder, der Geschwister hat und sich an seine Jugend erinnert – oder gerade mittendrin steckt –, findet sich selbst ein Stück in diesem Buch wieder und kann sehr gut nachvollziehen, warum die Kids so reagieren, wie sie eben reagieren. Als die Eltern die vier Kinder auf einen Urlaubstrip mitnehmen, ist aber nicht nur Ärger, sondern auch Spannung und Abenteuer vorprogrammiert.

Lassiter hat sich viel Mühe mit ihren Charakteren gegeben, die auf der einen Seite typische Heranwachsende sind, auf der anderen Seite aber auch mystische Züge haben. Besonders schön sind die Bilder, mit denen sie den geheimnisvollen und gefährlichen Wald beschreibt, der eine große Rolle für die erzählte Geschichte spielt. Die Autorin versteht es, bekannte Märchen mit neuen Ideen zu verbinden und schafft eine neue Seite des Jugend-Horrors, der zum Greifen nah scheint.

Böses Blut ist ein netter Jugendroman, der einen Erwachsenen nicht mehr wirklich gruseln kann, doch für Heranwachsende ist diese Mischung aus bekannten Märchenfiguren und unbekanntem, neuem Grauen sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist ein wenig unbeholfen, doch da Lassiter laut Umschlagtext bereits in über zehn Sprachen übersetzt wurde, kann dies der Übersetzung geschuldet sein. Inhaltlich ist auf jeden Fall denkbar, dass die Autorin im Jugendbereich sehr erfolgreiche Bücher geschrieben hat.



Fazit:

Für lesebegeisterte Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, die keine Angst mehr im Dunkeln haben, sich aber gern mal ein wenig gruseln, ist Böses Blut eine absolute Empfehlung.



Wertung:

Handlung: 3/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

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