Egmont Lyx, 1. Auflage Dezember 2009
Originaltitel: Light My Fire
Aus dem Amerikanischen von Margarethe van Pée
Klappenbroschur, 304 Seiten
EUR 9,95 (D) | EUR 10,30 (A)
ISBN: 978-3-8025-8151-9

Genre: Dark Fantasy



Klappentext:

Nachdem Drake Vireo ihr das Herz gebrochen hat, beschließt Aisling Grey, einen neuen Anfang zu machen. Doch offiziell ist sie immer noch die Gefährtin des attraktiven Werdrachen. Daher wird auch Aislings Anwesenheit beim Treffen der Grünen Drachen gewünscht, wo sie in einen Machtkampf um die Führung des Drachenclans verwickelt wird. Vor allem aber erweist es sich als unmöglich, Drake aus dem Weg zu gehen …

„Dieses unglaublich komische Buch ist ein echtes Vergnügen – Sie werden es nicht mehr aus der Hand legen!“ Romantic Times

„Katie MacAlisters Romane sind irre witzig und super sexy!“ Booklist

New-York-Times-Bestseller

Innerer Klappentext:

Um mehr über ihre Fähigkeiten als Wächterin des Höllentors zu lernen, ist Aisling Grey zu ihrer Mentorin Nora nach London gezogen. Dort hofft sie auf einen neuen Anfang, nachdem der Werdrache Drake Vireo ihr einmal mehr das Herz gebrochen hat. Allerdings ist sie offiziell immer noch Drakes Gefährtin, und als sie zu einem Treffen der Grünen Drachen geladen wird, kann sie nicht ablehnen. Aisling ist fest entschlossen, Drake aus dem Weg zu gehen.
Dies erweist sich jedoch als schwerer, als sie vermutet hätte. Überhaupt scheint ihr der Ärger auf Schritt und Tritt zu folgen. Aisling wird nicht nur in einen Machtkampf um die Führung des Drachenclans verstrickt, sondern landet auch noch auf der Most-Wanted-Liste des Koboldvolkes, als ihr dämonischer Begleiter Jim aus Versehen deren König frisst – und sie als seine Herrin dafür gerade stehen soll. Zwar kann sie den Mordversuchen der lästigen Wichte entkommen, doch als die Kobolde ihr schlichtweg den Krieg erklären, ist Aisling froh, einen mächtigen Werdrachen wie Drake in der Hinterhand zu haben – schon allein, um sich in seinen starken Armen von all dem Stress zu erholen …



Rezension:

Nach langer, scheinbar nicht enden wollender Wartezeit und täglich steigender Vorfreude hielten die ersten Fans Mitte Dezember endlich den dritten Band um Aisling Grey und ihren heißblütigen Werdrachen in den Händen, bereit, alles und jeden zu vernichten, der es wagen würde, sie beim Lesen zu stören oder gar zu unterbrechen. Man sucht sich eine ruhige Ecke, verschlingt das Buch Seite um Seite, und nach dem letzten Buchstaben folgt dann … Ernüchterung.
Der geschätzte Sprachstil MacAlisters und die Sympathie der bekannten Charaktere werden leider durch eine überladen wirkende Storyline gestört. Denn die Autorin nimmt ihre Protagonistin in London ganz schön hart ran. So muss Aisling nicht nur gegen die immer noch starke Anziehungskraft ihres Werdrachen standhalten, sondern auch zahlreiche Mordversuche und verschiedene Intrigen über sich ergehen lassen. Dabei kommt die Aufklärungsarbeit teilweise zu kurz, sodass manche Passagen sehr unglaubwürdig wirken.

Als Schauplatz hat sich die Autorin dieses Mal London ausgesucht, und sämtliche Charaktere, die man in den ersten beiden Bänden bereits kennen und lieben lernen durfte, tauchen wieder auf. Dass da massiver Ärger, explosive Spannung und heiße Leidenschaft vorprogrammiert sind, steht außer Frage. Und so stürzt sich der Leser auf seine Lieblinge, wundert sich zusammen mit Ash über fadenscheinige Erklärungen und lernt neue Charaktere kennen, die reichlich unsympathisch sind. Doch auch altbekannte Figuren zeigen ungekannte Seiten und verwundern, ja, entsetzen geradezu mit ihren Handlungen.

Obwohl Ash noch immer ein wenig blauäugig durch die Welt geht und viele Fettnäpfchen als ihr persönliches Eigentum anzusehen scheint, hat sie im Gegensatz zu den beiden Vorgänger-Bänden viel von ihrer trottelig-sympathischen Art eingebüßt. Sicherlich wird jeder Charakter reifer und erwachsener, doch speziell diese Art machte sie zu einer liebeswerten Protagonistin. In Rendezvous am Höllentor handelt sie öfter erst, nachdem sie nachgedacht hat, nicht mehr aus dem Bauch heraus – was ihr zwar mit Sicherheit einige Schwierigkeiten erspart, aber einfach nicht mehr nach der Aisling klingt, die so begeistert hat.
Auch Drake ist nicht mehr zu hundert Prozent der kühl-arrogante Drache, der nicht nur Aislings Herz zum Rasen bringt, sondern auch eine Vielzahl von Leserinnen in seinen Bann zog. Im dritten Band der Reihe wirkt er sehr einsichtig, was ihn fast ein wenig langweilig erscheinen lässt. Man begründet es zwar vor sich selbst mit der Liebe zu seiner Gefährtin, insgeheim ärgert man sich jedoch trotzdem über diesen Wandel.

Im Großen und Ganzen ist auch Rendezvous am Höllentor sehr lesenswert, gegen seine Vorgänger Feuer und Flamme für diesen Mann und Manche lieben’s heiß kommt der Roman jedoch nicht an. Zu viele gravierende Schwierigkeiten, die zu schnell aufgelöst und aus der Welt geschafft werden, eine zu schnelle Versöhnung der Getrennten und auch zu plastisch beschriebene Erotikszenen enttäuschen die vielleicht zu hoch angesetzten Erwartungen doch ein wenig und trüben damit beim einen oder anderen Fan möglicherweise die Vorfreude auf den vierten Band.
Für Fans ist das Buch ein Muss, schließlich will man wissen, wie es weitergeht. Neueinsteiger könnten jedoch glauben, dass es sich nicht lohnt, die anderen Teile zu lesen.



Fazit:

Der dritte Teil der Dragon Love-Reihe kann nur schwer mit seinen Vorgängern mithalten. Bleibt zu hoffen, dass Katie MacAlister im vierten und wahrscheinlich letzten Band das Ruder wieder rumreißt und ihren Fans einen krönenden Abschluss bietet.



Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5



MacAlister, Katie: Dragon Love I – Feuer und Flamme für diesen Mann
MacAlister, Katie: Dragon Love II – Manche lieben’s heiß
MacAlister, Katie: Dragon Love IV – Höllische Hochzeitsglocken
MacAlister, Katie: Silver Dragons I – Ein brandheißes Date
MacAlister, Katie: Silver Dragons II – Viel Rauch um nichts

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