Egmont Lyx, 1. Auflage März 2010
Originaltitel: Phoenix Chronicles: Doomsday can wait
Aus dem Amerikanischen von Petra Knese
Klappbroschur, 336 Seiten
12,95€ [D] | 13,40€ [A]
ISBN: 978-3-8025-8235-6
Leseprobe

Genre: Fantasy



Klappentext:

Elizabeth Phoenix gehört zu den wenigen Geschöpfen auf Erden, die die Fähigkeit besitzen, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen. Schon einmal ist es ihr gelungen, den Jüngsten Tag zu verhindern, doch jetzt droht neue Gefahr: Eine Hexe der Navajo hat es auf Liz’ Leben abgesehen. Liz bittet ihren Ex-Geliebten Jimmy Sanducci um Hilfe, für den sie insgeheim immer noch tiefe Gefühle hegt. Liebend gerne würde sie ihrem Verlangen nachgeben, doch gleichzeitig ist die ganze Welt vom Untergang bedroht …

Innerer Klappentext:

Mit ihren übersinnlichen Kräften gilt Elizabeth Phoenix zu den wenigen Auserwählten, die die Fähigkeit besitzen, gegen die Mächte der Finsternis anzukämpfen. Auch wenn sie die wahre Bedeutung ihrer seherischen Begabung erst spät begriffen hat, konnte sie den Jüngsten Tag in letzter Sekunde verhindern. Doch die meisten Dämonenjäger sind dabei einem Blutbad zum Opfer gefallen. Jetzt sucht sie neue Verbündete, denn der Kampf ist noch längst nicht vorbei. Als Anführerin der Föderation steht Liz auf der Abschussliste einer heimtückischen und durch und durch bösen Kreatur.
Eine Hexe der Navajo will Liz töten, um die Apokalypse erneut in Gang zu setzen. Um zu überleben, muss sich Liz auf die wenigen Vertrauten verlassen, die ihr geblieben sind, unter anderem auf ihren Ex-Freund Jimmy Sanducci. Ihn mit in die Sache hineinzuziehen ist gefährlich, denn insgeheim begehrt Liz ihn noch immer und vergeht fast vor Sehnsucht nach dem Dhampir. Doch darf sie sich ihren Leidenschaften hingeben, wenn gleichzeitig das Ende der Menschheit droht?



Rezension:

Nachdem Elizabeth „Lizzy“ Phoenix in Asche bereits vorhandene Fähigkeiten entdeckt und neue „erlernt“ hat, geht es im zweiten Teil der Phoenix-Chroniken eher ruhig zu – jedenfalls was die übernatürlichen Fähigkeiten angeht. Knapp einen Monat nach dem Sieg über den sogenannten Strega, der zufällig auch noch Sanduccis Vater war und die böse Seite in seinem Sohn hervorgekitzelt hat, bekommt Liz einen überraschenden Besuch von der Frau aus Rauch – die niemand Geringeres ist als die Mutter von Sawyer, eben jenem Mann, der Liz seit Jugendzeiten alles beigebracht hat, was sie im Kampf gegen das Böse brauchen kann. Und einiges mehr.

Zugegeben, im ersten Moment erscheint es ziemlich fragwürdig, dass sämtliche Bösewichte irgendwie mit den Verbündeten auf Elizabeths Seite verwandt sind. Im rasanten Verlauf der Geschichte kann man diese Tatsache jedoch schnell vergessen, obwohl man durch Ausrufe von Liz immer wieder daran erinnert wird. Es ist anzunehmen, dass diese familiären Zusammenhänge im weiteren Verlauf der Chroniken noch eine wichtige Rolle spielen werden – vielleicht trifft Liz am Ende ihrer Reise sogar auf ihre eigenen Eltern? Wer weiß.
Für weitere Spekulationen lässt Glut allerdings nicht viel Spielraum, der gesamte Aufbau und Inhalt ist gut durchdacht und organisiert. Das ist nur bedingt positiv, weil durch zu genaue Beschreibungen ein wenig der Spaß an der eigenen Fantasie verloren geht. Der Leser bekommt mehr oder weniger alles vorgesetzt und muss seinen eigenen Kopf kaum mehr anstrengen. In diesem Bereich könnte die Autorin ein wenig zurückschalten und ihren Lesern die Möglichkeit geben, eigene Bilder im Kopf erschaffen und sich so zumindest teilweise tiefer in die Geschichte fallen zu können.

Bereits im Vorband kennen gelernte Charaktere tauchen wieder auf und unterstützen Liz in ihrer Arbeit, doch auch neue Gesichter, die ebenfalls sehr wahrscheinlich eine tragende Rolle in den folgenden Bänden spielen werden, finden ihren Platz. Dabei hält Handeland an ihrer bewährten Art fest, ihre Charaktere sehr unterschiedlich zu gestalten und für jeden Besucher ihrer Welt den passenden Gegenpart parat zu haben.
Ein weiterer Pluspunkt ist die bessere Präsenz des Bösen, dieses Mal in Form der Frau aus Rauch, die mehrere Auftritte hat und über die auch zwischen den Kämpfen viel berichtet wird. Hier hat die Autorin sich definitiv weiterentwickelt und Wiederholung eines Fehlers aus dem ersten Band geschickt umgangen.
Auch die erotischen Szenen sind um einiges anspruchsvoller gestaltet, als man es aus Asche kannte. Geringer gestreut und weniger aufdringlich geschrieben, bieten sie hier eine willkommene Ablenkung zwischen dem sonst eher harten und zeitweise etwas langatmigen Verlauf des Buches.

Als zweiten Band der Phoenix-Chroniken kann man Glut durchaus das Prädikat „gelungen“ geben, als eigenständiges Buch weist es jedoch immer noch kleine Schwächen auf, die hoffentlich mit dem dritten Band endgültig ausgemerzt werden, sodass dem Lesevergnügen keine Grenzen mehr gesetzt sind.



Fazit:

In Glut zeigt die Lori Handeland klare Fortschritte und schafft somit eine gelungene Fortsetzung der Geschichte um Elizabeth Phoenix. Zwar gibt es noch immer Holperstellen und nicht so schöne Übertreibungen, insgesamt stellt der zweite Teil der Reihe jedoch eine Steigerung dar. Entwicklungspotential für den dritten Band!



Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5



Handeland, Lori: Die Phoenix-Chroniken I – Asche
Handeland, Lori: Die Phoenix-Chroniken III – Blut

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