Biographisches



Droemer, 1. Auflage Oktober 2010
Klappenbroschur, 304 Seiten
EUR (D) 16,95 | EUR (A) 17,50
ISBN: 978-3-426-27539-9
Leseprobe

Genre: Erfahrungen



Klappentext:

Jung, glücklich, schön – und Krebs

»Als ich nach Hause komme, sehe ich als Erstes dich, kleine Paula. Du kommst an Doros Hand gerade aus dem Kindergarten. Stehst vor dem Haus und wartest auf mich. Du bist wie immer ein kleiner Fels in der Brandung, und es ist so seltsam, dich aus der Ferne zu sehen. Für dich geht alles weiter. Mit deiner gestreiften Mütze und deiner festen Stimme. Und du freust dich über mich. Für dich muss ich leben. Ich muss, ich muss, ich muss!«

Der Schicksalsbericht einer taffen jungen Frau und ihrer Tochter, die gemeinsam der Krankheit trotzen.

Innerer Klappentext:

Judith End ist 25 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und mitten im Studium, als sie in ihrer Brust einen Knoten ertastet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Eben noch war sie dabei, sich frisch zu verlieben, jetzt quält sie sich mit der Frage, bei wem ihre Tochter Paula aufwachsen wird, falls sie sterben sollte. Operation folgt auf Operation, Chemo- und Strahlentherapie schließen sich an. An guten Tagen vor dem nächsten Infusionstermin versucht Judith mit Paula in den alten, unbeschwerten Alltag zurückzukehren. Sie lernt trotzig auf ihr Examen und legt die Prüfungen ab. Am Schluss der Prozedur hat sie beides: Hoffnung, den Krebs überwunden zu haben, und ein Einserexamen.

Judith End ist eine Autorin, deren Erzähltalent, deren Sinn für Dramatik, deren offene Nüchternheit und deren großes Maß an Selbstironie Leserinnen und Leser von der ersten Seite an in ihren Bann schlagen.



Rezension:

Plumps – und ich bin aus der Welt gefallen.
Keine Tränen. Ein Gefühl, als löse sich mein Körper auf, als verdampfe er einfach, würde zu einem kleinen blassen Wölkchen und flöge davon. Auf Nimmerwiedersehen in Richtung Universum. Meine Schwere, das Gewicht meiner Glieder – weg. Ich bin in meinem Körper und auch wieder nicht. Sehe die Situation von außen. Bin erste und dritte Person zugleich, ich und sie. Meine Seele hat kein stabiles Haus mehr. Vielleicht fühlt sich so der Tod an. Der Körper verschwindet, die Seele flattert ziellos durch die Gegend. Zumindest fühlt sich so die Todesangst an.
(Seite 8)

Im Alter von fünfundzwanzig Jahren, mitten im Leben stehend, mit unzähligen Plänen für die Zukunft erhält eine alleinerziehende Mutter die Diagnose Brustkrebs. Was mag im Kopf dieser jungen Frau vorgehen, wie wird sie ihrer Familie und ihren Freunden davon erzählen, was wird aus ihren Träumen und Zukunftsplänen, wie wird es weitergehen? Was wird aus ihrem kleinen Mädchen werden, sollte es zum Allerschlimmsten kommen? Wie wird der Kampf gegen den Krebs aussehen, wie viel Kraft wird es die junge Frau kosten, wie viel Hoffnung auf Heilung gibt es wirklich? Und warum eigentlich ausgerechnet sie?
Das sind nur einige Fragen, die Judith End sich und anderen in der Zeit nach der Diagnose gestellt hat. Nicht auf jede wird der Leser, vielleicht eine andere betroffene junge Frau, eine Antwort finden, doch Sterben kommt nicht in Frage, Mama! ist auch kein Ratgeber dieser Art. Vielmehr soll das Buch anderen Krebspatientinnen und -patienten Kraft und Mut geben, indem es aufzeigt, dass der Kampf niemals alleine ausgefochten werden muss, sondern immer auf Unterstützung gehofft werden kann. Auch von gänzlich unerwarteter Seite.

Judith End hat ihre Geschichte aufgeschrieben, um sie ursprünglich in einer Zeitschrift zu veröffentlichen – ohne Gejammer und ohne Schöngerede, sondern die schlichte Wahrheit und das hässliche Gesicht der Krankheit mit all seinen Facetten. Dabei verbindet sie die sachliche mit der emotionalen Ebene und lässt den Leser ganz nah an sich heran – und der Leser umgekehrt ebenfalls. Diese wahre Geschichte berührt Saiten, von denen man längst nicht mehr dachte, dass sie noch zum Klingen gebracht werden können. Und man fühlt sich als Leser gar nicht belästigt, denn Judith End will kein Mitleid wecken, sondern informieren. Informieren darüber, wie es im Leben einer Krebspatientin aussehen kann, wie vielseitig und kurzfristig wandelbar die Emotionen sind, in welchem neuen Licht die Umwelt wahrgenommen wird, welche Entbehrungen in Kauf genommen werden müssen – so viel Hintergrundwissen liefert die Autorin mit ihrer ganz persönlichen Erfahrung.

Sterben kommt nicht in Frage, Mama! ist definitiv kein leichtes Buch, weder beim Lesen noch beim anschließenden Verarbeiten. Viele kleine und auch längere Pausen, um über das Gelesene nachzudenken und sich einige Fragen zu stellen, müssen hier in den Zeitplan aufgenommen werden. Vor allem betroffene Leser – sei es persönlich oder durch Familie und Bekannte – werden das Buch öfter zur Seite legen müssen. Trotzdem ist die persönliche Geschichte von Judith End ein Buch, das zu lesen sich in jedem Fall lohnt. Man bekommt hier keine reißerische Geschichte und auch keine malerischen Bilder, dafür aber das echte Leben, echte Emotionen und einen anderen Blick auf viele alltägliche Dinge in der Welt.

Schreiben ist letztlich beides. Trost und Trauer zugleich. Beim Schreiben komme ich mir nahe, kann ich mich mit mir selbst verbinden. Schreiben hilft mir, mich auf mich selbst zu konzentrieren, hilft, dass meine Gedanken nicht davon- und durcheinanderwirbeln wie Blätter in einem Sturm. Beim Schreiben lichtet sich der Nebel, denn wenn ich meine Gefühle formuliere, kann ich sie besser fühlen.
Wenn ich später lese, was ich geschrieben habe, lese ich manchmal eine traurige Geschichte. Manchmal weiß ich aber auch nicht, ob es wirklich eine traurige Geschichte ist. Es ist eine wahre Geschichte. Und manchmal ist es gar nicht wichtig, ob sie glücklich oder traurig ist. Ich will sie bewahren. Ich will nichts vergessen.
(Seite 284)



Fazit:

Angst, Hoffnung, Niedergeschlagenheit, Ehrgeiz, Kampfgeist und der Wille zu überleben – all das und noch vieles mehr gibt Judith End in ihrer Geschichte betroffenen und unbetroffenen Lesern mit auf den Weg. Sterben kommt nicht in Frage, Mama! ist eine Aufforderung zum Durchhalten, zum Kämpfen und zum Niemalsaufgeben, eine Liebeserklärung an das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Der Bericht von und über eine Kämpferin, die vermittelt, dass zeitweise Hoffnungslosigkeit in Ordnung ist, wenn man das Wiederaufstehen nicht aus den Augen verliert.



Wertung:

Von einer Bewertung nach Punkten wird abgesehen.

Advertisements


Lübbe Hardcover, 1. Auflage Mai 2010
Originaltitel: To Love What Is
Aus dem Amerikanischen von Veronika Dünninger
HC mit SU, 272 Seiten
EUR 16,99 (D) | EUR 17,50 (A) | SFR 25,90
ISBN: 978-3-7857-2401-9

Genre: Erfahrungsbericht



Klappentext:

Lässt sich die große Liebe bewahren, wenn sich nur noch einer an sie erinnert?

Als Alix den smarten Scott auf dem Sportplatz der Highschool zum ersten Mal sieht, ist es um sie geschehen. Doch erst in einem Sommerkurs gelingt es Alix, ihn auf sich aufmerksam zu machen. Was sie nicht zu träumen wagte, wird wahr: Scott bittet sie zu einem Rendezvous.

34 Jahre später steckt Alix gerade in ihrer zweiten Scheidung, als das Telefon klingelt. Es ist Scott, von dem sie viele Jahre nichts gehört hat. Ob sie sich mit ihm treffen wolle, möchte er wissen. Alix willigt ein, und obwohl beide vor neuen Beziehungen zurückschrecken, geben sie ihrer nie ganz verschwundenen Liebe eine Chance. Ein Happy End, eigentlich. Doch dann stürzt Scott eines Nachts, verletzt sich schwer – und nichts ist mehr, wie es war.

Eine wahre Geschichte, die zu Herzen geht und zeigt, was Liebe vermag.

Innerer Klappentext:

»Siehst du? Ich habe dir doch gesagt, sein Zustand würde sich bessern«, sage ich aufgeregt am Telefon zu Sarah. »Und noch etwas. Er kann sich erinnern, dass wir dich im Januar besuchen werden. Er fragt immer wieder, ob wir nicht bald mit dem Packen anfangen sollten.«
»Für einen Flug in einem Monat?«
»Ich weiß. Sein Zeitgefühl ist hinüber, aber immerhin erinnert er sich überhaupt, dass wir fahren werden. Ist das nicht erstaunlich?« Dann gestehe ich: »Ich sehe diese jüngsten Gedächtnisleistungen als Zeichen für unser unglaubliches Glück, dasselbe Glück, das mir zu meinem Buchvertrag verholfen und mir Judith geschickt hat, als ich beides am dringendsten brauchte.«
»Euer unglaubliches Glück?«
Als ich ihren Zweifel mein Glück betreffend höre, kann ich ihre verächtliche Miene fast vor mir sehen. Daher füge ich rasch hinzu: »Natürlich, die schlechten Stunden zähle ich nicht.«

Nach Jahren der Trennung freuen sich Alix und Scott, ihren Lebensabend gemeinsam zu verbringen und zu genießen. Doch dann wird der Unfall ihres Mannes für Alix Kates Shulman zur größten Herausforderung ihres Lebens.



Rezension:

Bereits als junge Erwachsene lernen sich Alix und Scott kennen – und lieben. Da sie damals aber unterschiedlicher nicht sein könnten, bleibt es bei einer Sommer-Romanze, nach welcher sie sich wieder aus den Augen verlieren, aber nie ganz vergessen. 34 Jahre später treffen sie wieder aufeinander, mit Hilfe von Alix’ Vater, und ihre Liebe entbrennt erneut. Entgegen ihrer Pläne – beide sind bereits geschieden – heiraten sie schließlich in ihrem Loft und schaffen sich ein gemeinsames Leben, in dem trotzdem jeder für sich und unabhängig bleibt. Scott widmet sich in einem Atelier seiner Kunst, Alix im gemeinsamen Loft ihren Büchern – beide sind zufrieden, sich jeweils mit der eigenen Arbeit auseinander zu setzen, um die Abende gemütlich zusammen ausklingen zu lassen.
Den Sommer verbringen sie gerne am Nubble auf einer kleinen und einsamen Insel in der Casco-Bucht, wo Alix in früheren Zeiten ihre Urlaube allein verbracht hat, um in Ruhe arbeiten zu können, und wo es zum nächsten Nachbarn einen zwanzig minütigen Spaziergang über den Strand dauert. Dort haben sie ein kleines Haus fernab jeder Zivilisation – kein Telefon, kein TV, Licht aus Gaslampen, der Strom wird über Solarzellen auf dem Dach des Hauses gewonnen – und ein Strandstudio, das Scott für seine Frau eigenständig entworfen und gebaut hat. In diesem Studio schlafen sie auch während ihrer Zeit auf der Insel – und in diesem Studio passiert der Unfall, der ihrer beider Leben für immer verändert: Scott stürzt fast drei Meter tief vom Schlafboden.

Die Schilderung des Unfalls, natürlich aus Sicht von Alix Kates Shulman, ist der Einstieg in dieses Buch, das neben vielen medizinischen Begriffen und Erklärungen vor allem mit einer Geschichte über die wahre Liebe und das vergängliche Leben in seinen Bann zieht. Zwei über siebzig jährige Menschen, die vom Schicksal nach drei Jahrzehnten wieder zueinander geführt wurden, um ihre Liebe aus Jugendzeiten leben zu können, werden vom gleichen Schicksal auf eine harte Probe gestellt – denn Scott überlebt den Sturz, was an ein Wunder grenzt, trägt jedoch schwere Hirnverletzungen davon, von denen er sich aller Voraussicht nach nie wieder vollständig erholen wird. Für Alix bedeutet dies, dass auch sie ihr Leben von Grund auf neu ordnen und anpassen muss, denn für sie steht es außer Frage, die Liebe ihres Lebens in ein Pflegeheim zu stecken. Das Loft wird Scotts neuen Bedürfnissen angepasst, das direkt nebenan für zukünftige „Scott-Betreuerinnen“ angemietet und als neues Atelier teileingerichtet – Alix tut ihr Möglichstes, um Scott wenigstens teilweise in sein altes Leben zurückführen zu können. Doch irgendwann muss sie zwangsläufig feststellen, dass Hoffnung manchmal trügerisch sein kann.

Durch eingeschobene Rückblenden in vergangene Zeiten bekommt der Leser einen Eindruck von Scott vor seinem Unfall und der Beziehung zwischen ihm und Alix. Und auch in den Beschreibungen der Gegenwart blitzt manchmal etwas von diesem „alten“ Scott durch, was wohl vor allem an der liebevollen Art der Autorin liegt, mit der sie von ihrem Mann und ihrem Leben erzählt. Ihre Wortwahl ist derart lebendig, dabei aber auch so unverblümt, dass man nicht nur die Geschichte in sich aufsaugt, sondern unbedingt mehr aus der Zeit vor dem Unfall erfahren möchte. Zeitweise sind die vielen medizinischen Erklärungen zwar nervenaufreibend, aber man macht sich klar, dass dies einfach dazugehört, um diesen lebensechten Bericht verstehen zu können – vor allem weil man gerne mal vergisst, dass beide Protagonisten bereits über siebzig Jahre alt sind.

Neben der zu Herzen gehenden Geschichte von Scott und Alix ist auch die Gestaltung des Buches hervorragend gelungen. Das schlicht gehaltende Motiv des Schutzumschlag-Covers, das den Inhalt wundervoll unterstreicht, wurde auch auf die Inneneinbände des Buches gedruckt. Im stabilen Hardcover, das in schlichtem Weiß daher kommt, erwartet den Leser eine erstaunliche Lebensgeschichte.



Fazit:

Zu lieben was ist ist ein Erfahrungsbericht der besonderen Art und eine Ode an die Liebe und das Leben zu zweit, mit all seinen Höhen und Tiefen. Alix Kates Shulman schildert eindringlich, behutsam, liebevoll, aber nicht Mitleid heischend von dem Unfall der Liebe ihres Lebens, wie dieser sich auf ihrer beider Leben ausgewirkt hat und wie sie es gemeinsam geschafft haben, trotzdem alles zu überstehen. Ein Buch, das Betroffenen Mut macht und alle anderen tief berührt. Lesens- und empfehlenswert!



Wertung:

Von einer Wertung nach Punkten wird abgesehen.


UBooks, 1. Auflage März 2010
Hardcover, 288 Seiten
reich bebildert, teils in Farbe
€ 19,95 (D) | € 20,30 (A)
ISBN: 978-3-86608-125-3

Genre: Biographie



Klappentext:

Harry S. Morgan ist Europas erfolgreichster Pornoproduzent und seit über dreißig Jahren im Geschäft und hat alles miterlebt. Die Anfänge des Business bis hin zur Verleihung der goldenen Venus, sowohl die großen Pornodrehs mit großem Set und Budget, als auch die Amateurdrehs.

Christoph Straßer hat den Mann mit der Mütze über ein Jahr lang begleitet und mit ihm dieses umfangreiche Buch über sein Leben, aber auch die Hintergründe der Erotikbranche verfasst.

Dabei hebt sich Straßers Schreibstil wohltuend von den üblichen Biografien ab.
Mit scharfem Blick für die Absurditäten des Alltags bleibt er stets objektiv und kommentiert mit spitzer Feder auf höchst unterhaltsame Weise das Leben am Pornoset.



Rezension:

„Der Meister der Pornografie“ – das ist der Titel, den Harry S. Morgan sich mehr oder weniger selbst gegeben hat. Seit mehr als dreißig Jahren im Geschäft tätig hat er vielerlei Erfahrungen gesammelt und ist nach eigenen Angaben der erfolgreichste europäische Produzent in diesem Filmgenre. Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter der Person, die mit bürgerlichem Namen so harmlos „Michael Schey“ heißt?
Christoph Straßer hat sich in verschiedenen Gesprächen mit Morgan auseinandergesetzt, in denen es thematisch um vorwiegend natürlich das Pornogeschäft ging. In der daraus entstandenen Biografie versucht der Autor, dem Leser ein umfassendes Bild über den Mann mit der Schiefermütze und der Zigarre zu geben.

Zugegeben, das Pornogeschäft und Pornos im Allgemeinen sind ein heikles Thema. In der Öffentlichkeit verschrien, im Hintergrund aber jedem bekannt ist fraglich, welche Zielgruppe mit der Veröffentlichung einer solchen Biografie angesprochen werden soll. Vielleicht war ein Teil der Zielsetzung Straßers die Aufklärung abgeneigter Gegner der Branche, größtenteils soll das Buch aber wahrscheinlich einfach Einblicke in das Leben eines erfolgreichen Menschen geben.
Da man allerdings nicht wirklich etwas aus dem Privatleben und von den Hintergründen seiner Berufswahl erfährt, stellt die Biografie der Person eigentlich mehr eine Art Nachschlagewerk für die Pornografie da. Zahlreiche Begriffserklärungen und der Auszug aus einem echten Drehbuch bieten einen hohen Informationsgehalt – Interessenten am Leben Morgans bleiben jedoch auf der Strecke, denn in den aufgezeichneten Gesprächen kommt es kaum zu persönlichen Dingen. Zwar erzählt Morgan einiges über sich und sein Verhältnis zur erotischen Seite des Lebens, durch Abschweifungen und (gezielte?) Ablenkungen von den durch Straßer gestellten Fragen verliert die neuartige und besondere Gestaltung der Biografie an Reiz.

Bilder und Infokästen sollen die gesammelten Interviews, die hier zu einer Biografie zusammengeschustert wurden, auflockern – das gelingt anfänglich auch, wird aber schnell aufdringlich, da man auch hier nicht wirklich viel über die Person erfährt, deren Biografie man eigentlich in den Händen hält. Zwar sind die Infos zu diversen Darstellern interessant, über Harry S. Morgan sagen sie aber nichts aus. Auch die Bilder bieten nicht viel Spektakuläres und nur wenig Abwechslung, was zur Folge hat, dass man sich bald langweilt und die Fotos gar nicht mehr genau anschaut.

Gestalterisch lässt sich der UBooks-Verlag mal wieder nicht lumpen – im stabilen Hardcover mit einem ins Auge fallenden Cover sieht die Biografie im Regal nicht schlecht aus. Dass der Inhalt nicht wirklich viel hergibt, man sich als Leser aber entspannt unterhalten fühlen kann, wird dadurch ein wenig entschärft.



Fazit:

Die vorliegende Biografie ist ein buntes Werk, dass sich aus Gesprächsfetzen und der Branchenbeschreibung des Porno-Geschäftes zusammen setzt. Wirklich viel neues Wissenswertes über den „Meister der Pornografie“ erfährt man nicht, ist aber durch die unkomplizierte Art durchaus gut unterhalten. Lesern mit echtem Interesse an der Person „Harry S. Morgan“ sollten allerdings auf eine „echte“ Biografie warten.



Wertung:

Inhalt: 3,5/5
Gestaltung: 4/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


C. Bertelsmann, 1. Auflage März 2010
Hardcover, 336 Seiten
€ 14,95 [D] | € 15,40 [A] | CHF 27,50
ISBN: 978-3-570-10044-8
Leseprobe

Genre: Erfahrungsbericht



Klappentext:

Ohne Lügen geht es nicht, sagen die einen. Würden alle Menschen stets die Wahrheit sagen, wäre nicht nur Streit, sondern gar der 3. Weltkrieg vorprogrammiert. Andere dagegen wie der Philosoph Immanuel Kant etwa halten Ehrlichkeit für die wichtigste aller Tugenden.

Kann ein Mensch in einer Gesellschaft, die das Lügen nicht nur toleriert, sondern in den meisten Fällen auch noch belohnt, überhaupt überleben, wenn er nur noch die Wahrheit sagt? Der Journalist Jürgen Schmieder hat vierzig Tage lang versucht, konsequent ehrlich zu sein: im Ehebett, bei der Steuererklärung, beim Pokern – und natürlich gegenüber sich selbst. Herausgekommen ist ein urkomisches und doch nachdenkliches Buch.

»Liest sich, als hätte man Woody Allen an einen Lügendetektor angeschlossen.« Albert Ostermaier



Rezension:

Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, die Schokolade im Schrank lassen, auf das allabendliche Feierabendbier oder Glas Wein verzichten – das sind Dinge, die die Menschen sich des Öfteren vornehmen und nur selten durchziehen.
Laut einigen Statistiken lügt jeder Mensch ca. 200 Mal – täglich. Bewusst und unbewusst, um andere zu schützen und um für sich selbst Vorteile rauszuschlagen, harmlos und raffiniert. Jürgen Schmieder, seines Zeichens Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, wagt einen Selbstversuch der Ehrlichkeit und stößt dabei nicht nur auf Hindernisse, sondern auch an seine Grenzen – wer hätte gedacht, dass gründliches Ehrlichsein sich doch so schwierig gestalten würde? In seinem Ehrlichkeits-Tagebuch zeigt Schmieder, dass es noch viel schwerer ist, 24 Stunden am Tag, vierzig Tage lang jederzeit zu jedem schonungslos ehrlich zu sein.

In allen Lebensbereichen setzt sich der Autor mit den kleinen und großen Lügen des Lebens auseinander, um jeden Tag neu festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist, immer ehrlich zu sein. Schon mit der ersten Anekdote aus seinem Selbstversuch zieht er den Leser auf seine Seite; es fällt schwer, das Buch überhaupt wieder aus der Hand zu legen, obwohl es keine erzählende Handlung hat. Angefangen bei der Steuererklärung, die trotz der Möglichkeit einer späteren Erledigung (nach dem Zeitraum der vierzig Tage) sofort gemacht werden muss, über den Verrat des langjährigsten Freundes bis hin zur ehrlichen Meinung über Kollegen stolpert Schmieder ungewünscht, aber überaus bewusst (und niemals lügend) von einem Fettnapf in den nächsten. Das ist für den Leser zwar amüsant, bringt ihn aber auch dazu, sein eigenes Verhältnis zu kleinen Bequemlichkeitslügen zu überdenken.

Letztendlich lässt dieses Buch tief in die gesellschaftlichen Zusammenhänge gucken und macht sehr deutlich, dass eine Welt ohne unsere kleinen alltäglichen Notlügen gar nicht funktionieren könnte.
Dass der Autor ein geübter Schreiber ist, unterstützt die Wirkung des Buches nur zusätzlich. Sprachlich einwandfrei, ohne Stolperstellen oder erwähnenswerte Längen stellt Du sollst nicht lügen! nicht nur eine Unterhaltungslektüre dar, sondern dürfte bei dem einen oder anderen Leser sogar die Idee wecken, selbst einen solchen Versuch der Ehrlichkeit auszuprobieren – natürlich nicht mit allen Konsequenzen, denn man lernt schließlich aus den Fehlern der anderen, in diesem Falle aus den Fehlern Schmieders.



Fazit:

Mit seinem Selbstversuch Du sollst nicht lügen! zeigt Jürgen Schmieder, wie sehr das Lügen zu unserem Leben gehört, und wie schwer es ist, 24 Stunden am Tag grundehrlich zu sein. Unterhaltsame Anekdoten regen zum Nachdenken an und obwohl deutlich wird, wie notwendig das Lügen für ein gutes Zusammenleben ist, wird es in diesem Buch nicht schön geredet. Vielmehr wird der Leser animiert, sich selbst anders zu betrachten. Empfehlenswert!



Wertung:

Hintergründe: 4,5/5
Recherche: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


UBooks, 1. Auflage April 2009
Originaltitel: Dissecting Marilyn Manson
Aus dem Amerikanischen von Franziska Schöttner
Taschenbuch, 288 Seiten
€ 14,95 (D)
ISBN 978-3-86608-121-5

Genre: Biographie



Klappentext:

Marilyn Manson ist mehr als ein gewöhnlicher Rockstar, er ist ein kulturelles Phänomen. Er erschuf alptraumartige Welten voller Freaks, die auf die heutige Jugend eine unwiderstehliche Anziehungskraft auszuüben scheinen, während er zur gleichen Zeit Proteststürme konservativer und christlicher Gruppen provoziert.
Autor Gavin Baddeley unterzieht Marilyn Manson einer gründlichen Autopsie, er untersucht die wegweisenden Einflüsse, die Ursprünge der Denkweise und Philosophie Brian Warners, die schließlich die Kunstfigur Marilyn Manson entstehen ließen. Mit seinem visuellen Ansatz liefert der Autor Texte, Skizzen und Bilder, die helfen, die Kunstfigur Manson besser zu verstehen.

Das Buch ist aufwendig illustriert und zahlreiche Fotos (teilweise in Farbe) runden die Biografie ab. Ein Muss für jeden, der Marilyn Manson besser verstehen will, – und für jeden Fan sowieso.



Rezension:

Wenn man den Namen „Brian Warner“ hört, kann man zuerst nichts damit anfangen. Wie sein bürgerlicher Name ist aber auch das normale, ungeschminkte Gesicht dieses Mannes eher unbekannt. Eingängiger sind da schon der Name „Marilyn Manson“ und das weiße Antlitz mit den sehr speziell gestalteten Augen und stark geschminkten Lippen. Die vorliegende Biographie Marilyn Manson: Seziert soll – neben vielen von Manson selbst verfassten Büchern über seine Persönlichkeit – Einblicke in das Leben dieses wandelbaren und einzigartigen Künstlers geben.

Neben den zu erwartenden Darlegungen seiner Vorbilder in den verschiedenen Bereichen des Lebens geht der Autor Gavin Baddeley auch auf Hintergründe, Einflüsse und Inspirationen ein. Angefangen bei seinen Namensgebern – Sexsymbol Marilyn Monroe und Serienmörder Charles Manson – über die Künstler Alice Cooper und Trent Reznor, die ihm musikalisch und showtechnisch ein Vorbild waren, bis hin zu den philosophischen-spirituellen Einflüssen von Friedrich Nietzsche und dem Okkultist Aleister Crowley – als Leser bekommt man hier Hintergrundinformationen, durch die man auch als Nicht-Fan beginnt, die Person hinter dem Namen „Marilyn Manson“ kennen und verstehen zu lernen. Auch die „Church Of Satan“, welche den Künstler als Ehrenmitglied erklärt hat, kommt in der Biographie nicht zu kurz.

Überwiegend Schwarz-Weiß-, aber auch einige Farbbilder sowie kleine Infoboxen mit weiteren Hintergrundinfos zum jeweiligen gerade behandelten Thema lockern den Text auf. Besonders durch die Infoboxen fühlt man sich anfangs eventuell ein wenig im Lesefluss unterbrochen und gestört, nach ein paar Seiten gehört dies aber einfach zur Biographie-Gestaltung dazu und fällt nicht weiter ins Gewicht.
Manche Aussagen können leicht als Überinterpretationen oder Fehleinschätzungen verstanden werden, im Großen und Ganzen ist Marilyn Manson: Seziert aber eines auf jeden Fall: Eine Biographie, die sowohl den Musiker als auch die Privatperson in allen Phasen der Entwicklung zum heutigen Künstler und Kunstobjekt darstellt.

Für Fans sollte dieses Buch ein Muss sein, doch auch Menschen, die sich für außergewöhnliche Personen interessieren, sollten einen Blick in die Biographie werfen.



Fazit:

Mit Marilyn Manson: Seziert liegt hier eine Biographie vor, die sich mit viel mehr als dem typischen Lebenslauf beschäftigt. Viele Hintergrundinformationen und tolle Fotos machen das Buch nicht nur für eingefleischte Fans zu einem Muss.



Wertung:

Inhalt: 4,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Gestaltung: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5

Bastei Lübbe, 1. Auflage Mai 2005
Originaltitel: Marsha Mellow And Me
Aus dem Englischen von Claudia Geng
Taschenbuch, 380 Seiten
7,95 EUR (D) | 8,20 EUR (A) | 14,50 SFR (UVP)
ISBN: 978-3-404-15352-7

Genre: Belletristik


Klappentext:

Amy ist ziemlich süß und ausgesprochen schüchtern. Sie hat einen langweiligen Job bei einem Londoner Stadtmagazin, das leider niemand liest. Einziges Highlight ist ihr neuer Chef, doch der ist so umwerfend, dass Amy in seiner Gegenwart kaum einen ganzen Satz herausbekommt. Amys Liebesleben ist quasi nicht existent, seit sie ihrem sexbesessenen Exfreund vor einem Swingerclub Goodbye gesagt hat. Doch das ist nicht ihr größtes Problem. Denn Amy hat ein süßes Geheimnis. Ein Geheimnis namens Marsha Mellow …

Marsha Mellow, Nummer-1-Bestsellerautorin für erotische Stoffe, ist Londons neue Sexgöttin. Alle sind verrückt nach Marsha. Denn jeder liest, aber niemand kennt sie. Inzwischen hat die konservative „Daily Mail“ sogar ein „Kopfgeld“ auf sie ausgesetzt, um ihrem erotischen Treiben das Handwerk zu legen.

Amy hatte ein Geheimnis. Jetzt hat sie ein riesengroßes Problem. Wenn ihre Mutter davon erfährt, ist sie geliefert. Schließlich weiß die noch nicht einmal, dass Amy raucht. Oder dass ihr bester Freund schwul ist. Von ihren literarischen Ergüssen ganz zu schweigen. Doch wahre Sexgöttinnen sind selten – und ausgesprochen schwer zu verstecken …


Rezension:

Eigentlich schreibt Amy nur für sich. Ihren pornografischen Roman sollte niemand außer ihren engsten Freunden je zu Gesicht bekommen. Doch Amy hat diese Rechnung ohne ihre Schwester Lisa gemacht. Denn die hat das Manuskript dorthin geschickt, wo es jemand lesen kann, der Ahnung davon hat – und es prompt veröffentlicht. Zum Glück immerhin unter einem Pseudonym.
Trotzdem steckt Amy nun in einer Zwickmühle, denn sie ist eigentlich eine ruhige und zurückhaltende Frau, der man ein solches Schriftstück niemals zutrauen würde. Umso schlimmer, dass auch ihre Mutter nichts von ihrem privaten Zeitvertreib weiß. Nicht auszudenken, wenn sie dieses Buch in die Hände bekommt und rausfindet, dass ausgerechnet ihre schüchterne Tochter die Verfasserin ist.

Schon die Covergestaltung ist ein Hingucker und zieht sofort die Blicke auf sich. Durch die direkt ins Auge stechende Farbe erregt das Cover Aufmerksamkeit und macht neugierig auf den Inhalt. Einen wirklichen Klappentext gibt es nicht, denn nimmt man das Buch zur Hand, hat man eine andere Version des Covers vor Augen. Ebenfalls ein Pluspunkt, der zusätzlich auf den Inhalt hinweist – denn die Protagonistin Amy hat zwei Seiten.

Auch der Inhalt kann punkten; die Autorin versteht es, Wortspiele mit einer tollen Story zu verknüpfen und dem Leser mit Humor eine wunderbare Geschichte über die Vielfältigkeit eines Menschen zu schenken.
Der Roman zeigt, dass ein Mensch niemals nur eine Seite hat, sondern auch viel Unentdecktes in jedem steckt – manch einer lebt es nur für sich selbst aus, manch anderer weiß gar nichts von seinen verborgenen Talenten. Unbewusst wird man als Leser dazu angeregt, in sich selbst nach solchen versteckten Dingen zu suchen und vielleicht auch den Mut zu finden, selbst mal etwas Neues, Unbekanntes auszuprobieren und Risiken einzugehen.

Das Lesen macht einfach Spaß, die Seiten blättern sich praktisch von selbst um und mehr als einmal gerät man heftig ins Schmunzeln. Marsha Mellow und ich ist ein Buch, das jederzeit aufheitert und nicht unbedingt nur etwas für Frauen ist – auch männliche Leser dürften auf ihre Kosten kommen.


Fazit:

Kurzweilig, erheiternd, anders – das ist Marsha Mellow und ich von Maria Beaumont in drei Worten. Der Roman bringt Spaß und lässt die Seiten beim Lesen nur so fliegen. Nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer eine definitive Empfehlung!


Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


Knaur, 1. Auflage April 2007
Co-Autorin: Cathleen Miller
Originaltitel: Desert Flower
Übersetzt von Bernhard Jendricke, Christa Prummer-Lehmair, Gerlinde Schermer-Rauwolf, Barbara Steckhan
Taschenbuch, 365 Seiten
EUR (D) 8,95 
ISBN: 978-3-426-77978-1

Genre: Biographie



Klappentext:

Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum zugleich. Denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten.
Mit 18 wird Waris Dirie als Model entdeckt. Sie posiert für Levi’s, Revlon und l’Oreal, läuft auf Modenschauen in Paris, Mailand und London. Lange kann sie mit niemandem darüber sprechen, was ihr in jungen Jahren geschehen war. In ihrem aufsehenerregenden Buch „Wüstenblume“ bricht sie erstmals ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte.



Rezension:

Viel zu wenig weiß man über fremdländische Kulturen und Bräuche, viel zu wenig versteht man die Sitten anderer Länder. Umso schockierender sind dann Tatsachenberichte, die Einblick gewähren und aufklären sollen, aber auf gänzliches Unverständnis stoßen, weil dort Prozeduren als normal angesehen werden, die in unseren Regionen unvorstellbar sind.

Wüstenblume ist ein solcher Tatsachenbericht, in dem erzählt wird, wie sehr afrikanische Mädchen in jungen Jahren verstümmelt werden – bis heute. Waris Dirie berichtet von ihren Erfahrungen als junges Mädchen und über ihre Flucht aus dem Leben als Nomadin und vor einer Zwangsehe, und lässt dabei kein einziges der schlimmen Details aus. Doch der Leser erfährt auch viel über ihre Entdeckung und den Weg zum Topmodel-Dasein sowie die Schwierigkeiten, die die Beschneidung in jungen Jahren im Laufe ihres (Sexual-)Lebens mit sich bringt.

Bemerkenswert ist dabei der Abstand, den die Autorin halten kann. In keinem Moment des Lesens erhält man den Eindruck, dass auf irgendwen mit dem Finger gezeigt und eine Schuldzuweisung betrieben wird, obwohl man dafür wahrscheinlich Verständnis aufbringen könnte.
Doch kann bei Ritualen fremder Kulturen die Frage nach Schuld überhaupt beantwortet werden? Und wo würde die Suche nach dem oder den Schuldigen beginnen? Bei der Regierung? Bei den Vorfahren, die das Ritual angeschafft haben? Oder beim Volk selbst, das an diesem festhält?
Die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen bietet wahrscheinlich Stoff für unzählige weitere Bücher und sollte grundsätzlich zum Thema gemacht werden.

Waris Dirie schafft es ohne vorwurfsvolle Töne, über das Schicksal junger afrikanischer Mädchen zu berichten und in jedem einzelnen Leser das Bedürfnis zu wecken, selbst etwas für die Änderung dieser grausamen Rituale zu tun. Auch zeigt sie mit Wüstenblume, dass es Teile auf der Welt gibt, die noch immer unerforscht sind, obwohl zumindest die Namen bekannt sind.



Fazit:

Eine Botschaft an die Welt, die Augen zu öffnen und etwas gegen die Misshandlungen in anderen Kulturen zu tun. Und ein schönes Beispiel dafür, dass man es trotz schlimmer Kindheit zu Großem bringen kann.



Wertung:

Von einer Wertung wird abgesehen, da es sich um persönliche Lebenserfahrungen handelt.

Nächste Seite »